22.05.2023 // 20.00 Uhr Diskussionsveranstaltung zum Thema Krieg und revolutionären Positionierungen

In der Diskussion zum Krieg in der Ukraine ist im letzten Jahr sehr deutlich geworden, wie schnell linksradikale und antiautoritäre Grundsatzpositionen zum Thema über Bord gehen. Viele Menschen halten es für nötig, sich der einen oder der anderen Kriegspartei zuzuordnen und alle Widersprüche hin zu nehmen, die aus ihrer Positionierung hervorgehen. Wir wollen diskutieren, warum wir als Revolutionär*innen ein anderes Narrativ für die Analyse der Situation brauchen, warum eine revolutionäre Perspektive abseits von nationalistischen und imperialistischen Machtinteressen entwickelt werden muss und warum die Volksfront gegen den äußeren Feind, die Bedingungen für eine soziale Revolution verschlechtert und den Kampf gegen Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse negiert. Dabei werden wir auch auf das Konzept des revolutionären Defätismus eingehen. Wir halten es für wichtig eine internationale Debatte zu führen, wie wir als Revolutionäre*innen Krieg und Krise als immanenten Teil kapitalistischer, patriarchaler und kolonialer Strukturen begreifen und wie wir diesen radikal antimilitaristisch begegnen können.
Inputs wird es von eine*r Vertreter*in des provisorischen anarchistischen Antikriegsrat, von einer Vertreterin der Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft und Peter Nowak (Journalist) geben. Danach gibt es eine moderierte Diskussion.

22.05.2023 // 20.00 Uhr // Buchladen Schwarze Risse // Gneisenaustr. 2a – 2. Hinterhof // Metro-Station Mehringdamm // Eintritt: frei!

15. Mai 2023 – 19 Uhr Treffen des anarchistischen provisorischen Antikriegsrat

Wir laden ein zum 13. provisorischen anarchistischen Antikriegsrat
Am 15. Mai 2023 im Bethanien – New Yorck um 19.00 Uhr

Der anarchistische Antikriegsrat ist für uns ein Ort des Austauschs und des Ratschlages, der Diskussion und der Planung von Aktionen gegen jeden Krieg.
Im Moment erleben wir eine Militarisierung in der Gesellschaft die wir nicht akzeptieren.
Alle Seiten können und wollen nur noch in Kriegslogiken denken und begeben sich in eine für Kriege übliche Freund-Feind, Gut-Böse-Logik, die wir ablehnen.

Wir finden uns auf keine (!) der Seiten wieder und wollen diesen Kriegspolarisierungen angreifen.

Ein grundsätzlicher Antimilitarismus schlägt sich nicht auf eine Seite der Kriegsparteien. Weder Bearbock und Nato, noch Russland und Putin. Grundsätzlicher Antimilitarismus ist auch in diesem Krieg und in jedem Land die einzige richtige Antwort.
Waffen gehören eingeschmolzen. Und Soldaten an allen Kampffronten sind aufgerufen abzuhauen.

Wir wenden uns gegen alle Formen von Herrschaft. Gegen alle Nationalstaaten. Gegen Patriarchat, Rassismus und Ausbeutung. Wir bleiben Abseits der Logik des Krieges und setzen uns für eine von Staat, Kapital, Herrschaft und nationalem Denken befreite Gesellschaft ein.

Wenn Du Dich angesprochen fühlst und Lust hast komm vorbei und bring Dich ein!

Der Ratschlag trifft sich an jedem 3. Montag im Monat um 19 Uhr im New Yorck, Mariannenplatz 2a, 10997 Berlin

15. Mai 2023, 11.00 Uhr – Berlin, Vertretung der EU-Kommission (Unter den Linden 78) – Übergabe der gesammelten Unterschriften der #ObjectWarCampaign

#ObjectWarCampaign : Appell an die EU

  • Geben Sie Deserteuren und Verweigerern aus Belarus und der Russischen Föderation Schutz und Asyl!
  • Fordern Sie die ukrainische Regierung auf, die Verfolgung von Kriegsdienstverweigerern einzustellen und ihnen ein umfassendes Recht auf Kriegsdienstverweigerung zu garantieren!
  • Öffnen Sie die Grenzen für diejenigen, die sich unter hohem persönlichen Risiko in ihrem Land gegen den Krieg stellen!

Unterschriftensammlung #ObjectWarCampaign – Russland, Belarus, Ukraine: Schutz und Asyl für Deserteure und Verweigerer

8. bis 22. Mai 2023 Aktionswochen zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Schutz und Asyl für alle aus Russland, Belarus und der Ukraine, die den Kriegsdienst verweigern

Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Wir verurteilen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der zu hunderttausenden Toten und Verletzten sowie Millionen Geflüchteten geführt hat. Besonders betroffen sind die, die von ihren Regierungen an die Front geschickt werden.

Viele Menschen aus Russland und Belarus, aber auch der Ukraine, denen der Kriegsdienst droht, versuchen sich ihm zu entziehen: Sie wollen keine anderen Menschen töten und auch nicht in diesem Krieg sterben. Soldatinnen und Soldaten an der Front wollen angesichts des Grauens die Waffe niederlegen. Ihnen allen drohen dafür von ihren Regierungen Repression und Gefängnisstrafen, in Belarus sogar bis hin zur Todesstrafe. Aber: Kriegsdienstverweigerung ist ein international anerkanntes Menschenrecht!

  • Wir fordern von den Regierungen Russlands, Belarus‘ und der Ukraine: Stellen Sie die Verfolgung von Kriegsdienstverweiger*innen und Deserteur*innen umgehend ein!
  • Wir fordern von der EU und der Regierung: Öffnen Sie die Grenzen! Schützen Sie Kriegsdienstverweiger*innen und Deserteur*innen aus Russland, Belarus und der Ukraine und geben Sie ihnen Asyl.

Dafür organisieren wir rund um den „Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung“, 15. Mai, Kundgebungen und Demonstrationen vor russischen, belarusischen und ukrainischen Regierungseinrichtungen sowie EU-Vertretungen, Mahnwachen vor Deserteursdenkmälern und viele weitere kreative Aktionen an verschiedenen Orten. Wir betonen: Kriegsdienstverweigerung ist Menschenrecht!

bei Connection e.V. weiterlesen

connection-ev: eMail senden an Politiker*innen der EU
connection-ev: Termine Aktionswochen zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung

Unterschriftensammlung #ObjectWarCampaign – Russland, Belarus, Ukraine: Schutz und Asyl für Deserteure und Verweigerer

„Markthalle 9 – wir schließen. Auf German or English?“ Ein Frontbericht aus Kreuzberg

Samstag Nachmittag – 1. April 2023. Berlin.
„Europäische Housing Action Days“ und Mietenwahnsinnsdemo im Prenzelberg.
Zeitgleich auch Action Day in Berlin Kreuzberg. Schönste Shoppingzeit in der Markthalle 9.

Während draußen vor der Tür ein Mensch im Nieselregen bettelt, wird im Innenbereich der Markthalle 9 gepflegt ein süffiger Rotwein getrunken, Eventfood konsumiert, Konversation gepflegt, Geschäfte getätigt und für ein exquisites Mal am Abend eingekauft.
Und da steht der Soldat vor Dir und Du darfst Dir aussuchen, ob er Dir auf deutsch oder englisch mitteilt, dass die Markthalle 9 schließen muss. Plötzlich verrutscht in der durchgentrifizierten Markthalle erst einmal dem ein oder anderen Hippster, ExPad, Start Upler, der öko-konservativen Bourgeoisie, den Eigenheimbesitzer*innen oder dem smarten FDPler kurz die Kinnlade. Was ist passiert?!

Mehrere Soldaten in Uniform der AG „Friss & Stirb“ des „Provisorischen Anarchistischen Antikriegsrats Berlin“ verteilten in ungefähr zwanzig Minuten bis zu 200 Flyer in der dicht gedrängten Markthalle. „Umzug nach Kiew“, erklärte der Flyer, und weiter: „Waffen und Biofood gehen zusammen“. Erschrocken, irritiert nahmen viele Leute den Flyer entgegen. Manche kommentierten die Schließung sogar. „Oh nein!“, zählte zu den häufigsten spontanen Äußerungen, meist von Frauen. Männer zeigen nicht so sehr ihre Gefühle spontan, aber der besorgte Blick auch hier. Interessant hierbei: Keiner schien sich zu wundern, wieso eigentlich Militärs in der Markthalle, uniformiert und mit Stahlhelm auf dem Kopf, den Flyer auf deutsch, englisch oder russisch anboten.

weiterlesen

Eine Weltordnung,

die auf der Aufrechterhaltung  der Verfügungsgewalt einiger Weniger
über die Reichtümer dieses Planeten beruht,
führt zwangsläufig zu Verteilungskämpfen und Kriegen.  

In allen bestehenden Staaten ist das Militär,
dessen zentrale Aufgabe die gewaltsame Absicherung von Besitzverhältnissen ist,
ein tragender Pfeiler.


Wer grundsätzlich gegen jeden Krieg ist,
stellt mit dieser Haltung auch
alle bestehenden Staatsordnungen
in Frage.


( Uralte Kreuzberger Bauernweisheit )

aus “Alltag und Krieg”-Archiv

Zeigen wir unsere Solidarität mit Verweigerern und Deserteuren!

Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai

Krieg verläuft nicht zwischen Völkern, sondern  zwischen oben und unten.

Die vom Krieg profitieren, gehen nicht an die Front und die im Krieg töten und sterben müssen, profitieren nicht durch den Krieg.

Für das Recht nicht töten zu müsen.

Solildaridät mit allen Kriegsdienstverweiger-*innen weltweit

siehe

REDEBEITRAG des provisorischen anarchistischen Antikriegsrates Berlin auf DEMO gegen Berliner Sicherheitskonferenz am 30.11.2022

Kein Krieg nirgends!

Es freuen sich eine Reihe von Kriegsprofiteur_Innen auf allen Seiten über diesen Krieg in der Ukraine.
Und es fühlt sich scheiße an, hier zu stehen und nicht viel ausrichten zu können. Aber wir wundern uns, warum so wenige Linke Position zum Krieg beziehen. Auf der letzten Umverteilen-Demo wird Armut und Kapitalismus zum Thema gemacht. Kein Wort zum Krieg. Wenn man nachfragt, warum es keine Position dazu im Flyer gibt, hört mensch, „wir können uns nicht auf eine Position einigen“. Wie bitte?

Bleibt Euch da nicht auch die Spucke weg?

Krieg ist Scheiße. Militär ist Scheiße. Waffen sind Scheiße. Krieg heißt Mord, Verstümmelung, Traumatisierung, Folter, Vergewaltigung, Hunger, Angst, Flucht. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Darüber muss ernsthaft geredet werden. Den Menschen, die jetzt plötzlich innerhalb der Linken den Waffenlieferungen der NATO zustimmen – und den Menschen, welche die NATO für das größere Übel als den Angriffskrieg Russlands halten, müssen wir vorhalten, eine bellizistische Position zu vertreten.
Weder dem Kriegsagieren von Putin stimmen wir zu, noch von Selenski, noch von Baerbock, nicht von Orban, nicht von Biden, nicht von Erdogan!
Wir solidarisieren uns mit keiner Kriegspartei! Alle Kriegsparteien behaupten immer von sich, sie wären die Guten und könnten den Krieg gewinnen. Wir wollen nicht bis zum letzten „Ukrainer“ oder bis zur letzten „Ukrainerin“ kämpfen. Und wir wollen auch keine Menschen, die sich militärisch irgendwo eingliedern, auch wenn sie sich „Anarchisten“ nennen. Wir wollen diesen und alle Kriege nicht gewinnen, wir wollen diesen und alle Kriege beenden!

Wir wollen eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft und sind gegen jeden Krieg und gegen jedes Militär. Das durchzusetzen ist kein Zuckerschlecken. Egal in welchem Land. Und viele scheinen wir auf den ersten Blick auch nicht zu sein. Aber deshalb fangen wir nicht an, mit den Damen und Herren der Macht zu heulen, die ein beständiges Interesse haben, Konflikte zu militarisieren. Und das alles so bleibt wie es ist.

Jede Kriegsbeteiligung (egal woher, egal wozu) vergrößert und verlängert den Krieg.
Wir richten uns gegen alle nationalistische Perspektiven und gegen binäres Freund*in-Feind*in Denken.
Ukrainische Fahnen kotzen uns genauso an wie, deutsche Fahnen, wie russische Fahnen oder sowjetische Fahne, die Manche noch schwenken.
Wir stellen uns gegen die Normalisierung des Ausnahmezustandes und der Militarisierung der Gesellschaft.
Kriege werden nur durch Handarbeit, Desertion, Deeskalationsprozesse, Friedensverhandlungen, Waffenstillstand, Abrüstung, Entwaffnung beendet.
Unterschiedslos Deserteur*innen zu unterstützen, ist eine der besten Antworten auf Krieg. Die Waffen nieder!
Wir sind dafür, alle Waffen einzuschmelzen. Die der Polizei, die der Nazis, der Preppers, des Militärs, der Securitys.
Da das nicht freiwillig passiert, brauchen wir eine radikale Antikriegsbewegung, die die Entwaffnung propagiert, einleitet und umsetzt.

Sprecht uns an, kommt vorbei und bringt euch ein!
Provisorischer anarchistischer Antikriegsrat Berlin
Nächster offener Rat am 19.12.2022 im Bethaninen, Südflügel im New Yorck um 19.00 Uhr

Zum Demoaufruf deutschlandistbrandstifter.noblogs.org

KEIN KRIEG NIRGENDS

Anarchistischer provisorischer Antikriegsrat

Gemeinsam ist uns eine anti-militaristische Haltung und die Ablehnung jeden Krieges. Wir wenden uns gegen alle Formen von Herrschaft wie z.B Patriarchat, Rassismus und Ausbeutung. Wir bleiben abseits der Logik des Krieges und setzen uns für eine von Staat, Kapital, Herrschaft und nationalem Denken befreite Gesellschaft ein.

Der anarchistische provisorische Antikriegsrat ist ein offener Treffpunkt für alle, die sich mit Gleichgesinnten austauschen, organisieren und praktisch werden wollen.
Wir haben unterschiedliche Positionen und Perspektiven, die wir im Antikriegsrat zusammenbringen und diskutieren wollen.

Für ein gutes Leben für alle!

***

Das nächste Treffen des anarchistischer provisorischer Antikriegsrat findet am Montag, dem 17.10.2022 um 19 Uhr im NewYorck/Südflügel des Bethaniens, Mariannenplatz 2A+2B in Berlin-Kreuzberg statt.

Achtung !!! Achtung – GENERALMOBILMACHUNG

Nach über 100 Tagen Krieg wird es Zeit, dass es Zeit wird. Zeit für eine Verkniebeugung vor dem aufflammenden Militarismus! Zeit den Göttern des Krieges würdevoll zu huldigen und die Götzen des Pazifismus auf den Altaren der Rüstungsindustrie zu verbrennen!

Bellizist*innen aller Fraktionen macht euch bereit! Ölt eure Trompeten von Jericho! Blast Kriegspropaganda aus allen Rohren!

Genoss*innen! Reiht euch ein in die kriegerische Einheitsfront, weil auch ihr vom Krieg profitiert!

Es ist Zeit: Dafür, den Bogen zu überspannen. Mit Satire gegen das Theater des Krieges. Auf den Straßen. In den Herzen. In den Köpfen. Achtet auf Ankündigungen!

Die Arbeitsgruppe Wehrertüchtigung des provisorischen anarchistischen Antikriegsrats

Der Ratschlag trifft sich an jedem 3. Montag im Monat um 19 Uhr im New Yorck, Mariannenplatz 2a, 10997 Berlin